Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit
Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit 

Das Projekt

Im Rahmen des Forschungsprogramms "Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen" des Bildungsministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Verbundprojekt „Pflege für Pflegende: Entwicklung und Verankerung eines empathiebasierten Entlastungskonzepts in der Care-Arbeit“ (empCARE) über eine Laufzeit von 42 Monaten gefördert. Begleitet wird das Projekt durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA). Neben der Universität-Duisburg Essen als Projektkoordinator (Leitung: Prof. Dr. Marcus Roth, Dr. Tobias Altmann) sind als Projektpartner die Pflegedirektion und das Bildungszentrum des Uniklinikums Köln (Leitung: Vera Lux), die Pflegedirektion des Universitätsklinikums Bonn (Leitung: Andreas Kocks) und Aaron Kranken- und Intensivpflege GmbH & Co. KG (Leitung: Daniela Rohling) am Verbundprojekt beteiligt.

 

Langfristig adressiert das Projekt die Problematik des Fachkräftemangels und die hohe Fluktuation im Pflegeberuf. Grund hierfür sind die enormen psychischen Belastungen im Pflegealltag, bedingt durch die Forderung an die Pflegekraft nach effektiver Versorgung bei gleichzeitiger Ansprechbarkeit für emotionale Belange. Empathie ist somit einerseits wichtigstes Instrument für den Umgang mit Patientinnen und Patienten, andererseits kann Empathie auch eine Quelle für Belastungen sein. Diesen Ansatzpunkt nutzend besteht das Gesamtziel des Verbundvorhabens in der Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Entlastungskonzepts für Pflegekräfte, in dem emotionale Belastungsfolgen durch frühzeitige Prävention vermieden werden. Das Konzept kombiniert kurzfristige Trainings- mit langfristigen Coachingmaßnahmen zur Kompetenzentwicklung, um den Praxistransfer zu sichern. Zudem werden Umsetzungshinweise erstellt, mit denen Institutionen diese Maßnahmen dauerhaft im Sinne förderlicher Arbeitsbedingungen verankern können. Deutschlands Pflegekultur soll hierdurch nachhaltig verändert werden.

 

Ein von der Universität Duisburg-Essen konzipiertes Programm für die Nutzung in sozialen und pflegenden Berufen wird im Projekt von den Partnern weiter entwickelt. Die Universität Duisburg Essen übernimmt dabei die Koordination, die grundlagenwissenschaftliche Konzeptarbeit sowie die wissenschaftliche Evaluation.  Die Pflegedirektion und das Bildungszentrum am Uniklinikum Köln setzen das Konzept in der stationären Pflege ein,  um Erfolgsfaktoren für die Umsetzung in der der Praxis zu ermitteln. Für eine exponentielle Verbreitung sorgt ein innovatives Multiplikatorenkonzept, welches von der Pflegedirektion des Universitätsklinikums Bonn verwirklicht wird, in diesem Programm werden Trainerkräfte geschult. Aaron Kranken- und Intensivpflege GmbH & Co. KG übernimmt die Entwicklung und Umsetzung der Maßnahme in der ambulanten Pflege.

 

Hier können Sie sich den Flyer zum Projekt herunterladen. 

 

 

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© empCARE (Verbundkoordination: Marcus Roth)